Mücken bekämpfen

Mückenstiche sind in der Regel hier in Deutschland harmlos! Bei allergischen Reaktionen und der Übertragung von Krankheiten können diese aber sehr schnell sehr gefährlich werden!

Mücken bekämpfen
Mücken bekämpfen

Eigenschaften von Mücken und Erste Hilfe bei Mückenstichen

Besonders in den Sommermonaten und im Urlaub kommt es häufig zu Mückenstichen. Die meisten Stiche sind jedoch zum Glück mit einfachen Mitteln zu behandeln und sollten nach ein paar Tagen wieder weg sein.

  • Einstichstelle kühlen (Eispad, Kühlakkus, Eiswürfel usw.)
  • Spucke auf die Einstichstelle oder Biss tupfen
  • Kreuz mit dem Fingernagel in die Stichstelle ritzen (ähnliches Wirkprinzip, wie Mückenstichstift)
  • Franzbranntwein auf Stelle träufeln
  • Spitzwegerich auf die Einstichstelle legen
  • Ammoniak (2% Konzentration) bekommt man in der Apotheke
  • Teebaumöl oder Tiger Balm auf die betroffene Stelle schmieren
  • Einstichstelle mit einer Zwiebel bedecken
  • Medizinische und chemische Hilfsmittel

 

Gefahren durch Mückenstiche:

Verschiedene Mückentypen können besonders häufig in tropischen oder subtropischen Gebieten, aber auch mitunter im Mittelmeerraum, ernsthafte Krankheiten übertragen. Stiche und Bisse von anderen Insektenarten sind auf Grund der relativ gering vorkommenden Häufigkeit nicht berücksichtigt. 

 

Folgende Krankheiten können durch Mückenstiche übertragen werden:

 

  • Malaria, Sindbis und West-Nil Fieber sind ernstzunehmend Fiebererkrankungen
  • Japanische Enzephalitis ist eine Form der Hirnhautentzündung
  • Dengue-Fieber und Gelb-Fieber sind auch Arten von Fiebererkrankungen
  • Orientbeule führt zu großen Geschwüren an der Einstichstelle
  • Schlafkrankheit ermüdet den Körper nach Wochen bis Monaten nach dem Stich und muss schnellst möglich behandelt werden
  • Lymphatische Filariose führt zu starken und schmerzhaften Schwellungen der Lymphknoten

 

Natürlich können auch Infektionen durch aufgekratzte Stiche und Bisse entstehen, die durch einen Arzt behandelt werden sollten.

 

Zur Information in welchem Land oder welcher Region ein erhöhtes Risiko für eine der oben genannten Krankheiten vorliegt und wie man sich gegebenenfalls medikamentös davor (Impfen, Standby Medikamente) schützen kann, gehen Sie entweder zu einem Tropenarzt oder schauen Sie auf der Homepage der ansässigen Tropeninstituts nach.

 

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass bei einem Verdacht einer solchen Krankheit sofort ein Arzt aufgesucht werden muss.

 

Möglichkeiten der Sofortbehandlung speziell für Mückenstiche:

  • Da Mückengift auf Eiweißproteinen basiert, kann das Gift durch Temperaturen höher als 45 Grad durch Gerinnung zerstört werden. Hier zum Beispiel also einen erhitzen Löffel auf die Einstichstelle drücken oder heißes Wasser drüber laufen lassen. Diese Behandlung hilft nur relativ zeitnah nachdem Stich. Bei eintretenden Juckreiz, Schwellung und Rötung, hat sich das Gift schon in der Einstichstelle verteilt und sollte eher wie oben beschrieben behandelt 

  

Bekämpfung und Schutz vor Mückenstichen:

  • Tragen Sie lange Kleidung
  • Imprägnieren Sie diese Kleidungsstücke, weil 50 % aller Stiche durch die Kleidung gehen
  • Meiden Sie Feuchtgebiete oder Stellen an denen sich Insekten vermehrt aufhalten
  • Decken Sie Fenster und Türen mit Fliegengittern ab
  • Verwenden Sie Insektensprays und Insektenabwehrmittel
  • Verwenden Sie gegebenenfalls ein Moskitonetz in der Nacht 
  • In geschlossenen Räumen empfiehlt es sich die Klimaanlage laufen zu lassen (Insekten mögen tendenziell keine Kälte)

 

Mittel, Hilfe und Maßnahmen gegen Mückenstiche:

Wenn Sie sich an die oben beschriebenen Schutzmaßnahmen halten, werden Sie dadurch schon den meisten Stichen oder Bissen vorbeugen können. Weitere Möglichkeiten der Prävention und des Schutzes vor Mückenstichen sind:

  • Einsatz von DEET-haltigen Mückenschutzmitteln. Eine wirklich sehr zuverlässige und einer der sichersten Varianten. Besonders in tropischen Gebieten mit hoher Malaria-Gefahr oder Regionen mit einer extrem hohen Mückendichte absolut empfehlenswert. Man sollte aber wissen, dass DEET (Diethyltoluamid) ein Gift / Lösungsmittel ist und daher für Schwangere und kleine Kinder ungeeignet ist.
  • Akustische Abwehrmittel sind recht umstritten und auch von unserer Seite her nicht wirklich empfehlenswert.
  • Einsatz von ätherischen Ölen, wie zum Beispiel Citronellaöl, Nelkenöl, Zitronenöl.
  • Häufiges kaltes duschen. Hierdurch wird der Geruch und die Temperatur, die Mücken anlockt, reduziert.
  • Einsatz von Moskitonetzen in der Nacht
  • Kleidung und Moskitonetz auf jeden Fall imprägnieren

 

Gefahren durch Allergien gegen Mückenstiche

Zum Glück kommen allergische Reaktionen bei Mückenstichen nur selten vor. Des Weiteren sind die allergischen Reaktionen auf Mückenstiche in der Regel recht harmlos im Vergleich zur allergischen Reaktion von Wespenstichen oder Bienenstichen.

Tendenziell wird hier der Ratschlag gegeben, dass man bei sämtlichen allergischen Reaktionen, besonders im Erstfall, einen Arzt aufsuchen sollte. Nähere Informationen zu möglichen allergischen Reaktionen finden Sie hier.

 

Aber wie erkenne ich eine allergische Reaktion? 

In der Regel werden allergische Reaktionen sehr schnell erkannt. Bei Mückenstichen kommt es zu einer vergrößerten Schwellung und Rötung an der Einstichstelle. Auch der Juckreiz kann stärker als sonst sein. Es bilden sich große, teils tellergroße, Quaddeln, die mitunter verhärten und lange Zeit (1 Woche) brauchen, um gänzlich zu verschwinden. Wenn man den Heilungsprozess beschleunigen will, dann kann man Antihistaminika einsetzen, die in Tablettenform recht schnell wirken. Dies sollte aber mit einem Arzt abgesprochen werden.